
Branche wächst trotz Krise um 4,3 %
Der Branchenumsatz stieg im vergangenen Jahr um 4,3 % auf 11,11 Mrd. Euro. Auch die Zahl der Beschäftigten, der Azubis und der Mitgliedsbetriebe ist gewachsen. Trotz krisenhafter Zeiten besonders auf dem Bau ist die Entwicklung im GaLaBau über alle Bereiche hinweg betrachtet positiv. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) richtet trotzdem Forderungen an die Bundesregierung.
von BGL/Redaktion erschienen am 26.02.2026
Die Branchenstatistik BGL zeichnet trotz konjunktureller Belastungen insgesamt erneut das Bild einer gesunden Branche. Mit 11,11 Milliarden Euro (2024: 10,65 Mrd. Euro) wuchs der nominale Branchenumsatz ein weiteres Jahr in Folge. Den größten Anteil daran hatten die 4.254 Mitgliedsbetriebe der elf Landesverbände des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus mit 63,18 % (2024: 62,99 %). Dabei verteilte sich der Umsatz wie folgt auf die einzelnen Auftragsbereiche:
- Privatgarten: Dieses Segment blieb mit einem Anteil von stabilen 56,87 %/6,32 Milliarden Euro der größte Auftragsbereich der Branche (2024: 57 %/6,03 Milliarden Euro).
- Öffentliche Aufträge machten 21,23 % des Branchenumsatzes aus. Gemeinsam mit dem Wohnungsbau, der Industrie und sonstigen sorgten sie wie im Vorjahr für rund 43 % Umsatzanteil, aber 4,79 Milliarden Euro (2024: 4,64 Milliarden Euro).
Gleichzeitig wuchs die Gesamtzahl der GaLaBau-Betriebe in Deutschland auf 19.898 (2024: 19.636) – denn sowohl die Zahl der Nichtmitglieder (von 15.426 auf 15.644), als auch die Zahl der Mitgliedsbetriebe (von 4.210 auf 4.254) stieg leicht an.
Während in der Gesamtbranche die Insolvenzen 2025 erkennbar zunahmen (von 101 in 2024 auf 133 in 2025), zeigten die Mitgliedsbetriebe der GaLaBau-Verbände eine erfreulich positive Entwicklung: So ging bei ihnen die Zahl der Insolvenzen seit drei Jahren erstmalig zurück (von 13 auf neun) und bleibt damit weiter auf niedrigem Niveau.
2025 waren in Deutschlands GaLaBau-Betrieben 131.746 Menschen beschäftigt – mehr als im Vorjahr (2024: 131.166). Auch die Ausbildung zum Landschaftsgärtner und zur Landschaftsgärtnerin bleibt beliebt: 8.089 junge Menschen lernten 2025 über alle Ausbildungsjahre den Beruf in den umlagepflichtigen GaLaBau-Betrieben (mehr dazu).
BGL fordert Unterstützung
„Ich freue mich über diese positiven Branchenzahlen und bin stolz auf unseren GaLaBau“, sagte BGL-Präsident Thomas Banzhaf bei der Vorstellung der Zahlen. „Wir sind wirtschaftlich stabil, ausbildungsstark und systemrelevant für den Bau und die Pflege klimaangepasster, lebenswerter Städte. Damit die Branche dieses Potenzial weiter entfalten kann, braucht sie klare politische Unterstützung: faire Wettbewerbsbedingungen, die Abschaffung branchenspezifischer Benachteiligungen, wie der Maut für leichte Lkw sowie praktikable Wege zur Gewinnung in- und ausländischer Fachkräfte. Wer grüne Infrastruktur will, muss die Betriebe stärken, die sie planen und bauen!“



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