
Galium glaucum
Labkräuter sind als Zierstauden eher weniger in Verwendung. Das ist schade, denn die zierlichen Rötegewächse haben ihren Reiz – besonders die sonnenhungrige heimische Art, die sich Prof. Jonas Reif ausgeguckt hat.
von Jonas Reif, Zeuthen erschienen am 15.04.2026Die Gattung Galium (Labkräuter) ist den meisten nur in Form des Waldmeisters (G. odorata) vertraut, Naturgartenfans kennen und schätzen sicherlich auch das Echte Labkraut (G. verum). Das ebenfalls in Europa vorkommende Blaugrüne Labkraut (G. glaucum) dürfte indes weit weniger bekannt sein. In Deutschland kommt die wintergrüne Art nur in wenigen Regionen (zum Beispiel am Kaiserstuhl, auf der Schwäbische Alb, in der Oberpfalz oder im Harz) vor und besiedelt hier trockene Kalkmagerrasen, Kalkfelsen und lichte Gebüsche. Die Blütezeit liegt meist in der zweiten Mai- und ersten Juni-Hälfte. Jedes Mal bin ich erstaunt, welche Blütenpracht sich dann aus einen zuvor recht klein erscheinenden Pflänzchen entwickelt. Anschließend legt sich das zuvor Aufgetürmte flach auf den Boden – sowohl aus gestalterischer als auch Pflege-Sicht sehr praktisch. Im Gegensatz zu den vorgenannten Labkräuter ist die Ausbreitung durch Ausläufer – wenn überhaupt - nur minimal. Besonders geeignet erscheint mir die Art zwischen Lavendel, der erst ab Ende Juni zu Hochform aufläuft und ähnliche Bedingungen schätzt – also vollsonnig-warme Standorte mit kalkreichen, gerne auch steinigen Böden. PS: Die deutsche Bezeichnung „Blaugrünes Labkraut“ bezieht sich auf die kaum wahrnehmbare Blattrückseite. Viel stärker fällt die frischgrüne Oberseite auf, die Beete im Frühjahr zum Leben erweckt.








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