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Erfolgreiche Reakkreditierung

Mosbach bietet Dualen Studiengang im GaLaBau

Für einen leistungsstarken GaLaBau in Bayern mit zunehmend komplexeren Projekten, wächst der Bedarf an vernetzt denkenden Nachwuchsführungskräften. Der Studiengang „BWL Nachhaltiges Bauen und Ressourcenmanagement, Management im Garten- und Landschaftsbau“ bildet genau diesen Nachwuchs aus. Jetzt ist der Studiengang im benachbarten Ländle akkreditiert worden.

von Petra Reidel erschienen am 16.03.2026
Studierende des dualen Studiengangs „BWL Nachhaltiges Bauen und Ressourcenmanagement, Management im Garten- und Landschaftsbau“ bei einer Lernsequenz zum Thema Vermessung an der LVG in Heidelberg. © LVG HD
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Aus dem dualen Studiengang „BWL Handel Management im Garten- und Landschaftsbau“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mosbach wird ab Oktober 2026 der Studiengang „BWL Nachhaltiges Bauen und Ressourcenmanagement, Management im Garten- und Landschaftsbau“.

Praxisorientierte Weiterentwicklung

Mit der erfolgreichen Reakkreditierung, also Weiterentwicklung und Neuausrichtung, hat die DHBW in Mosbach in Kooperation mit der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg (LVG HD) diesen dualen Studiengang weiter konsequent an den Anforderungen der Praxis und des Arbeitsmarktes ausgerichtet. „Der GaLaBau in ganz Deutschland benötigt dringend Führungskräfte, die moderne Bauprozesse, Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung im Büro und auf den Baustellen vernetzt denken und praktisch umsetzen“, erklärt Theresa Kohlruß, die den Studiengang seit drei Jahren an der LVG HD betreut.

Durch die nun noch stärkere Integration fachspezifischer Inhalte aus dem Garten- und Landschaftsbau in den Sequenzen an der LVG HD werden die Studierenden optimal auf die vielfältigen beruflichen Herausforderungen und Perspektiven der GaLaBau-Branche vorbereitet. „Dieser duale Studiengang bietet einen konsequent betriebswirtschaftlichen und managementorientierten Ansatz. Controlling, Personalführung, Projektmanagement und Unternehmenssteuerung bilden eine starke betriebswirtschaftliche Fundierung. Durch die duale Struktur stehen die praxisnahe Bildung und die sofortige Anwendung des erlernten Wissens in realen Projekten, Baustellenprozessen und Unternehmensabläufen im Mittelpunkt“, skizziert Kathrin Scherer, die seit September 2025 Theresa Kohlruß an der LVG HD auf fachlicher Seite unterstützt. Nach dem Studium sind die Absolventen somit bestens für Projektmanagement, Bauleitung und Betriebsführung gerüstet und dank der gesammelten praktischen Erfahrungen in der Lage, Unternehmen auch strategisch weiterzuentwickeln.

Die Vorteile eines dualen Studiums

Der betriebswirtschaftliche Block findet an der DHBW statt. Besondere fachtheoretische Lerninhalte, wie beispielsweise die Themen Vermessung, Projektmanagement, Pflanzenverwendung, Vegetationstechnik, CAD und vieles mehr, bereitet die LVG HD einmal pro Semester in bis zu vier Schwerpunktwochen auf. Hierdurch verbinden sich fundiertes Ingenieurwissen mit naturwissenschaftlichem Know-how, ohne dass rein technische Bauabläufe im Fokus stehen. Studierende erwerben Kompetenzen in nachhaltiger Planung, der Bauausführung und der Bewirtschaftung von Freiräumen – von Vegetationstechnik und Baustoffkunde über Boden-, Wasser- und Klimaschutz bis hin zu Projektmanagement und Digitalisierung.

Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Hochschule inklusive LVG HD (50 % theoretischer Teil) und Betrieb (50 % praktischer Teil) entwickelt sich schnell ein tiefes Verständnis für betriebliche Abläufe, Kosten- und Ressourcenverantwortung sowie aktuelle Marktanforderungen. Die Unternehmen profitieren von hoch motivierten Nachwuchskräften, die Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Praxis zusammen denken – und vom ersten Studientag an dieses Wissen produktiv im Betrieb umsetzen. Entlohnt werden die Studierenden vom ausbildenden Betrieb mit einem Gehalt, das sich an der Ausbildungsvergütung im Garten- und Landschaftsbau orientiert.

Während vergleichbare Studiengänge traditionell stärker technisch-ingenieurwissenschaftlich geprägt sind und den Schwerpunkt auf Baukonstruktion, Vegetationstechnik oder planerische Inhalte legen, richtet sich dieser an Studierende, die Lust am Organisieren, Managen und Kalkulieren haben. Die LVG HD bringt praxisnahe Fachkompetenz, das Versuchswesen und wichtige Branchenkontakte mit ein – ein Vorteil, den klassische Hochschulen in dieser Form selten bieten.

Angenehmes Wechselbad

Den festen Wechsel zwischen Theorie und Praxis beschreiben viele Studierende als entscheidenden Mehrwert. Der direkte Transfer aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Praxis ist wiederum für das Unternehmen ein großer Vorteil, denn der Input kann sofort in die Kalkulation, die Baustellenorganisation oder in die Personal- und Ressourcenplanung einfließen. Die jungen Mitarbeitenden übernehmen früh Verantwortung. Die praktische Projekterfahrung, Branchenkenntnisse und eine fundierte Managementkompetenz machen die Absolventen zu gefragten Nachwuchsführungskräften. „Die begleitende Projektarbeit im Studium ist mit einer kostenfreien Betriebsberatung vergleichbar“, ergänzt Prof. Dr. Speth von der DHBW in Mosbach.

60 % der GaLaBau-Betriebe verfügen derzeit über keine Nachfolgeregelung. Somit sind die Chancen für Unternehmen sehr hoch, sich für ihren Betrieb einen adäquaten Nachfolger auszubilden. Rund 90 % der dualen Partner signalisieren, dass sie die Absolventen direkt nach dem Studium einstellen möchten. Studierende wiederum haben die Möglichkeit, gut im Markt positionierte Firmen zu übernehmen oder aber in die Geschäftsleitung einzusteigen.

Arbeitskreissitzung zur Reakkreditierung des Studiengangs an der Dualen Hochschule in Mosbach zusammen mit Vertretern der Hochschule, der LVG HD, Studierenden sowie GaLaBau-Unternehmern.
Arbeitskreissitzung zur Reakkreditierung des Studiengangs an der Dualen Hochschule in Mosbach zusammen mit Vertretern der Hochschule, der LVG HD, Studierenden sowie GaLaBau-Unternehmern. © DHBW Mosbach

So kommen Betrieb und Studienwillige zusammen

Interessierte GaLaBau-Betriebe aus ganz Deutschland können sich als duale Partner direkt an der DHBW in Mosbach registrieren lassen. Der dreijährige Studienvertrag wird zwischen dem gelisteten GaLaBau-Betrieb und dem Studierenden geschlossen. Danach ist die Einschreibung an der DHBW möglich. „Sobald also Firmen einen Platz bei mir melden, garantiere ich, dass sie auch einen Studierenden schicken dürfen“, verspricht Prof. Dr. Speth. Eine vorangegangene Ausbildung ist sicherlich von Vorteil und erleichtert manche Praxiseinheit, ist aber keine Zulassungsvoraussetzung.

Für Studieninteressierte ohne allgemeine Hochschulreife oder Meisterabschluss, gibt es eine Zulassungsprüfung. Das Einschreiben ist bis zum 30. September 2026 möglich. Im März 2026 findet der Tag des dualen Studiums auf dem Campus der DHBW in Mosbach statt und im Juli 2026 der Tag der offenen Tür an der LVG in Heidelberg. Diese Chancen sollten sich Interessierte nicht entgehen lassen.

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