
Rhododendron dauricum
Rhododendron und Klimawandel? Das will nicht so recht passen. Luftfeuchtes Bergklima herrscht selbst jetzt nur in den allerwenigsten Siedlungen – geschweige denn in einer heißeren Zukunft. Prof. Jonas Reif hat aber doch eine Art gefunden. Und die hat es in sich.
von Jonas Reif, Zeuthen erschienen am 17.03.2026Mit dem Kapitel Rhododendron hatte ich auch angesichts des Klimawandels schon lange abgeschlossen, bis mich Dr. Hartwig Schepker von der botanika in Bremen eines Besseren belehrte: „Selbstverständlich gibt es auch Rhodos, die Trockenheit und Hitze vertragen!“ Und natürlich hatte er recht. Dies trifft etwa auf den Dahurischen Rhododendron (Rhododendron dauricum) zu, dessen natürliches Verbreitungsgebiet zwischen Baikalsee und dem Oberlauf des Amurs in Ostsibirien liegt, aber auch für den nahe verwandten, jedoch sommergrünen R. mucronulatum sowie R. minus (Syn. R. carolinianum) aus den Südost-USA. Peter John Mezitt hat diese miteinander gekreuzt und damit positive Eigenschaften und attraktiven Blütenfarben vereint (im Handel als P.J.M.-Sorten zu finden). Besonders positiv empfinde ich zwei weitere Eigenschaften: Die Blütezeit liegt deutlich vor den meisten Gattungsgenossen, nämlich schon zwischen Mitte März und Mitte/Ende April. Und die Blätter sind deutlich kleiner. Die etwa nur etwa 1-1,5m Höhe erreichenden Sträucher passen damit nicht nur gut in kleinere Gärten oder Innenhöfe, sondern lassen sich auch wirkungsvoll mit niedrigen Stauden und Geophyten unterpflanzen. Halbschattige Standorte sind ideal, der Boden sollte humos und kalkarm sein – in dieser Hinsicht bleibt Rhodo doch Rhodo! Und bei der Gelegenheit – und das ist Hartwig Schepker auch wichtig – die Mehrzahl von Rhododendron ist Rhododendron.




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