Veranstaltung stellt die Stadt in den Mittelpunkt
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Mitte Juni veranstaltete die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in Zusammenarbeit mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL) die 16. Landschaftsbautagung. Unter dem Motto Grün in die Stadt Entwicklungen im Zeichen des Klimawandels" griffen die Organisatoren Prof. Dr. Rudolf Haderstorfer (li.) und Prof. Dr. Cristina Lenz (im blauen Kleid) auch in diesem Jahr ein besonders aktuelles Thema auf und beleuchteten die mit dem Klimawandel einhergehenden Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven.
Es sei eine zunehmende Investitionsbereitschaft von Kommunen zu erkennen, um mit zusätzlichem Grün die Belastungen durch Feinstaub, Kohlendioxid sowie Starkregen im urbanen Raum zu reduzieren, sagte VGL-Präsident Gerhard Zäh (3. v. l.) in seinem Grußwort. Er forderte Defizite zu beheben, das Städtebauförderprogramm Zukunft Stadtgrün" auszubauen und die Biodiversität als Querschnittsthema in sämtlichen Programmen der Städtebauförderung zu berücksichtigen.
Anschließend zeichnete der Verbandspräsident die beiden Absolventen Maximilian Böttinger und Alexander Sauter für ihre Arbeiten aus (siehe S. 15).
Spannend waren die anschließenden Fachvorträge besonders für Planer und kommunale Entscheider. So forderte Peter Menke (r.), Vorstandsvorsitzender der Stiftung Die Grüne Stadt", die Zuhörer auf, aktiv zu werden und als Multiplikatoren zu wirken. Mit wissenschaftlichen Studien ließen sich Argumentationen untermauern.
Prof. Dr. Alexander Birgelen (4. v. r.) belegte am Beispiel seiner Versuche in Geisenheim, dass noch viel Forschungsarbeit für grüne Wände zu leisten ist, bevor sie zuverlässig und wirtschaftlich sinnvoll funktionieren.
Für Prof. Swantje Duthweiler (3. v. r.) war es ein Heimspiel. Sie zeigte, dass auch bisher weitgehend gesunde Baumarten nun von Schädlingen und Schaderregern befallen werden. Ihre Mitarbeiterin Laura Stratopoulos belegte mit Messungen, dass Baumarten aus Trockengebieten spannende Strategien zeigen, die auch an heißsen Stadtstandorten die Vitalität sichern helfen.
Dr. Susanne Böll (2. v. r.) stellte ihre Projekte zu Zukunftsbäumen vor und betonte, dass es keine Universallösungen gebe. Je nach Standort sind unterschiedliche Auswahlkriterien entscheidend. In ihrer Untersuchung an exotischen Straßenbaumarten konnte sie belegen, dass diese ebenfalls eine hohe Artenvielfalt von auf ihnen lebenden Arthropoden ermöglichen. Die höchste Artenvielfalt bekommen wir, wenn wir Mischalleen pflanzen und aufhören, Monoalleen zu pflanzen", war ihr Plädoyer. Als Praxistipp riet sie außerdem dazu, Schluss zu machen mit dunklen Mulchmaterialien. Diese würden die Bäume zusätzlich stressen.
In der Klimamaschine Natur stecken so viele Lösungen, die wir nutzen können", sagte Gerhard Hauber vom Planungsbüro Studio Dreiseitl. Er zeigte aber auch, wie deutsche Behörden- und Normenstrukturen es verhindern, dass kluge Praxislösungen gefunden werden, gerade beim Umgang mit Regenwasser. Das sei in anderen Ländern gerade in Asien besser.
Zum Abschluss verriet Fritz Zanker (Stadt München), wie die Pflege der Grünflächen in einer Metropole funktioniert. Zanker leitet im Baureferat den Unterhalt West".
DEGA GALABAU begleitet die Landschaftsbautagung als Medienpartner. Die 17. Ausgabe findet am 19. Juni 2020 statt.
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