
Fast 15% mehr GaLaBau-Azubis
Die Zahlen des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) und des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) zu den Ausbildungs-Neuabschlüssen weichen traditionell stark voneinander ab, weil der BGL sich nur auf die umlagepflichtigen Betriebe beschränkt. Jetzt meldet der ZVG einen starken Anstieg der Ausbildungsverträge im gesamten Gartenbau und ein bemerkenswertes Plus von 14,8% im GaLaBau.
von Red/ZVG erschienen am 12.01.2026Der Abwärtstrend bei den Neuabschlüssen der Ausbildungszahlen im Gartenbau wurde danach für 2025 gestoppt. Laut BiBB-Auswertung stieg die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge mit Stichtag 30. September 2025 um 6,16 % an ? ein positives Signal gegenüber 2023 und 2024. Besonders stark (wenn auch auf niedrigem Niveau) war der Zuwachs bei den Friedhofsgärtnern 17,7 % – und im GaLaBau (+14,8%). In der ausbildungsstärksten Sparte (knapp 77% aller Gartenbau-Azubis) wuchs die Zahl der Verträge von 3.375 auf 3.876.
Mit insgesamt 5.064 neuen Verträgen im Gartenbau wurden 294 (+6,16 %) mehr als im Vorjahr geschlossen. Neben Friedhofsgartenbau und GaLaBau konnte auch der Obstbau (+9, +15,3 %) und der Zierpflanzenbau (+30, 6,4%) zulegen. Das Baumschulwesen stagnierte mit 219 Ausbildungsverträgen. Den größten Rückgang zum Vorjahr weisen die Fachrichtungen Gemüsebau (-21, -13,5 %) und Staudengärtnerei (-15, -16,3 %) auf.
Der Bundesverband GaLaBau (BGL) beziehungsweise das EWGala (Einzugstelle für die Winterbau- und Ausbildungsumlage für Gärtner) wertet die Azubizahlen der umlagepflichtigen Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus üblicherweise im ersten Quartal des Folgejahres aus. Es gibt also erst Ende Februar 2025 eine Meldung zur Summe der Ausbildungsverhältnisse 2025 (mit verrechneten abgebrochenen Ausbildungen).
Der Ausbildungsmarkt 2025 stand laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) weniger positiv als in den Vorjahren da – rund 84.400 Jugendliche blieben erfolglos bei der Ausbildungssuche. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge lag mit rund 476.000 (-2,1 % gegenüber 2024), unter den Vorjahreswerten. Trotz steigender Nachfrage sank das Angebot an Ausbildungsstellen und die Zahl der neuen Ausbildungsverträge erneut. Dennoch blieben 54.400 Stellen unbesetzt, immerhin ein Rückgang um 21,6 % gegenüber 2024.


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