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Leserbrief zum Thema Fortbildung

Warten aufs BAföG führt zu Fehlzeiten und Abbruch

Zu DEGA 7/2023 mit dem Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung erreichte uns ein Leserbrief von Peter Wiersberg, angehender Agrarbetriebswirt der Fachschule für Gartenbau in Essen. Er schreibt unter anderem: „Ich freue mich, dass Sie mit dem Schwerpunkt Ausbildung auch den Fachschulen eine Plattform geben und für den Bereich sensibilisieren wollen.
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Was mir nur ein wenig fehlt, sind auch Stimmen von Studierenden, die an diesen Schulen studieren und ihren Alltag meistern. … Es wird in ihrem Vorwort über Fachkräftemangel gesprochen und dass die Schulen nachziehen müssen, um attraktiver zu werden. Meiner Meinung nach liegt es weniger an den Schulen, denn diese (im Falle von unserem Standort in Essen) sind sehr fortschrittlich und digital unterwegs, sondern an den absolut mangelhaften Möglichkeiten der Förderung der Schüler, um sich diese ein- beziehungsweise zweijährige Auszeit leisten zu können. Ich warte seit nunmehr 12,5 Monaten auf meine Aufstiegsbafög-Bewilligung und ich bin damit leider nicht alleine. Ein Großteil meiner Stufe hat erst nach einem Dreivierteljahr Wartezeit Unterstützung bekommen.

Dies wurde zu einem Problem, da auch Fehlzeiten dadurch entstanden sind, da die Schüler arbeiten gehen mussten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich denke, dass keiner meiner Mitschüler, mich eingeschlossen, damit gerechnet hat, Kredite aufnehmen oder sogar Bürgergeld beantragen zu müssen, um zu überleben. …

Wir wussten, dass es grade bei der Bezirksregierung Köln zu Wartezeiten von bis zu drei Monaten kommen kann, aber mit Wartezeiten von über einem Jahr hat wirklich niemand gerechnet. Wir haben unsere Schule über die Missstände aufgeklärt, und es wurde in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer und dem Verband GaLaBau NRW Druck ausgeübt, der leider beim Amt keine Wirkung gezeigt hat. Unsere Meister aus dem letzten Schuljahr, welche schon wieder mit ihrem Titel arbeiten gehen, warten immer noch teilweise auf ihre Förderung.

Ich denke, dass auch diese Seite einmal beleuchtet werden muss, wenn man von Fachkräftemangel und daraus resultierenden wirtschaftlichen Schäden spricht, denn in unserem Fall sorgen die nicht funktionierenden Fördermöglichkeiten dafür, dass man eher erwägt, die Fortbildungsmaßnahme abzubrechen – aufgrund existenzieller Ängste. Dieses Problem zieht sich bei uns leider durch das Schuljahr und trübt das neue Kapitel Agrarbetriebswirt leider sehr stark. …“

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