
Erfolgreicher Nachwuchs
Mit über 100 Teilnehmenden aus den vier Verbandsregionen hat die Mitgliederversammlung des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen (FGL) in Seeheim-Jugenheim stattgefunden. Der Berufsnachwuchs stand im Mittelpunkt.
von FGL/Redaktion Quelle FGL HT erschienen am 26.03.2026
Staatssekretär Daniel Köfer vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat betonte in seinem Grußwort unter anderem die zentrale Rolle des GaLaBaus für lebenswerte Städte, mehr Stadtgrün und Klimaanpassung. Und: „Für unsere Landesgartenschauen in Hessen bildet der Garten- und Landschaftsbau das fachliche Fundament. Ohne ihn wären diese wirtschaftlich und kulturell bedeutenden Großprojekte undenkbar. Als Hessische Landesregierung wollen wir die Tradition der Landesgartenschauen fortführen und stehen auch dabei fest an der Seite der GaLaBau-Branche.“
Im Anschluss ehrten Staatssekretär Köfer und FGL-Präsident Karsten Hain Jens Heger für sein langjähriges und großes ehrenamtliches Engagement im FGL. Heger, der den Verband von 2012 bis 2021 als Präsident führte, hat sich in dieser Zeit besonders für die Weiterentwicklung des Verbandes, die Stärkung der Branche und das Engagement für das Gemeinwohl eingesetzt.
1Ein besonderer Moment am zweiten Versammlungstag war die Ernennung von Jens Heger zum Ehrenpräsidenten des FGL. Heger setzte sich während seiner Präsidentschaft von 2012 bis 2021 insbesondere für Aus- und Fortbildung, Nachwuchsgewinnung sowie den Dialog zwischen Politik und Praxis ein. Unter seiner Führung wurden wichtige Initiativen wie der Landschaftsgärtner-Cup, die Baumpflanzaktion zum 50-jährigen Verbandsjubiläum und das Programm „GaLaBau in Politik und Praxis“ umgesetzt. Mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten würdigt der FGL sein nachhaltiges Engagement für Stadtgrün, Freiraumentwicklung und die gesamte Branche.
Auch Thomas Büchner, Vizepräsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), hob Hegers Verdienste hervor: „Jens Heger ist ein Unternehmer mit Weitblick, hohem betriebswirtschaftlichen sowie landschaftsgärtnerischen Sachverstand und ein leidenschaftlicher Fürsprecher für die Belange der Landschaftsgärtner.“
Ehrung langjähriger Mitgliedsbetriebe
Alexander Tilburgs, Regionalpräsident Südhessen, würdigte die enge Verbundenheit und das Engagement der Unternehmen, die mit ihrer Arbeit das Fundament des Verbandes bilden und maßgeblich zur starken Gemeinschaft des FGL Hessen-Thüringen beitragen. Ausgezeichnet wurden Betriebe für ihre 10- und 25-jährige Mitgliedschaft; einige konnten an der Veranstaltung nicht anwesend sein und wurden daher namentlich geehrt. Persönlich ausgezeichnet wurde Stephan Breckheimer von innovARTiv Garten- und Landschaftsbau.
Wechsel bei den Rechnungsprüfern
Schatzmeister Udo Lindenlaub informierte im internen Teil über die turnusmäßige Veränderungen bei den Rechnungsprüfern. In diesem Jahr verabschiedete der Verband Thekla Odenwäller-Brune (Südhessen) und dankte ihr für ihre dreijährige Tätigkeit. Claudia Montag (Thüringen) und Sascha Knigge (Nordhessen) bleiben weiterhin im Amt und prüfen auch im kommenden Jahr den Jahresabschluss des Verbandes. Neu in das Amt gewählt wurde einstimmig Jens Maute von Maute Gartenarchitektur & Landschaftsbau aus Marburg (Mittelhessen).
Ehrungen der besten Auszubildenden
Gemeinsam mit Matthias Lösch, Vizepräsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), und Paul Sonntag, Vorsitzender des FGL-Ausschusses Aus- und Weiterbildung, würdigte der Verband die herausragenden Leistungen der besten Auszubildenden des Abschlussjahrgangs 2025 aus Hessen und Thüringen. Der Verband dankte zugleich den Ausbildungsbetrieben und Bildungseinrichtungen, die durch ihre intensive Begleitung maßgeblich zu diesen Erfolgen beigetragen haben.
Als bester Auszubildender aus Thüringen wurde Tom Nickmann (Blumenhaus und Landschaftsbau Killat, Sangerhausen) ausgezeichnet. Dominique Haupt (Lebenshilfe Erfurt Service), ebenfalls unter den besten Absolventinnen, konnte an der Veranstaltung nicht teilnehmen und wurde daher namentlich gewürdigt. Aus Hessen wurden Jonathan Rinas (Rodenheber, Rüsselsheim) und Moritz Sprenger (Steuber, Kassel) als beste Auszubildende ausgezeichnet.
Jannes Weigel (GaLaBau Giselher Kleinschmidt, Mühlhausen) wurde für seine herausragende Leistung beim Landschaftsgärtner-Cup Hessen-Thüringen geehrt. Weitere Teilnehmende, die bei der Veranstaltung nicht persönlich anwesend sein konnten, wurden namentlich gewürdigt: Philip Andrea (Porz, Rüsselsheim), Noell Brumme (Berufsbildungswerk Südhessen), Davor Juric (Städteservice Raunheim Rüsselsheim AöR) sowie Serkan Gültekin (Berufsbildungswerk Südhessen).
Auch die erfolgreichen Teilnehmer des Bundesentscheids des Landschaftsgärtner-Cups in Berlin fanden besondere Anerkennung: Antonius Theil (Gartengestaltung Nischwitz, Bürgel) und Eike Weber (Bierbach’s BG Garten- und Landschaftsbau GmbH, Bad Blankenburg) erreichten dort einen hervorragenden 6. Platz. Tom Steinbrück (BTS Gartenwerk GmbH aus Erfurt) wurde als Juror beim Landschaftsgärtner-Cup für sein Engagement und seine fachkundige Bewertung der Teilnehmenden herzlich gedankt.
Impulse aus Bildung und Praxis
Matthias Lösch hob in seiner Grußwortrede die wachsende Relevanz der Baumpflege und der Gebäudebegrünung hervor und verwies auf aktuelle Bildungsangebote und Pilotprojekte an der DEULA Witzenhausen. Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit liegt auf dem Thema Inklusion: Lösch rief dazu auf, allen Menschen eine Chance zu geben und Chancengleichheit in der Ausbildung aktiv zu fördern. Sein eigenes Projekt mit gehörlosen und beeinträchtigten Mitarbeitenden zeigt, dass gelebte Inklusion seit Jahren erfolgreich möglich ist.
Zusammenhalt als Stärke der Branche
In seiner Rede zeigte FGL-Präsident Karsten Hain großen Respekt für das Engagement und die Professionalität, mit denen die Unternehmen die aktuellen Herausforderungen meistern, und hob den starken Zusammenhalt im Verband hervor. Viele Mitglieder engagieren sich aktiv in Ausschüssen, Arbeitsgruppen und der Verbandsarbeit und tragen damit dazu bei, die Interessen der Branche auf hohem Niveau zu vertreten.
Hain unterstrich die Bedeutung der neuen Geschäftsstelle in Fulda als Ort der Begegnung, des Dialogs und der Zusammenarbeit. Der Verband wolle mehr Brücken bauen – zwischen Betrieben und Politik, zwischen Praxis und Verwaltung sowie zwischen Tradition und Zukunft.





















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