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Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Neue Professoren

Die Fakultät Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) hat drei neue Lehrkräfte.

von HSWT/Redaktion Quelle HSWT erschienen am 14.04.2026
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Prof. Dr. Claudia Brunner
Prof. Dr. Claudia Brunner © HSWT

Prof. Dr. Claudia Brunner: Professur „Betriebswirtschaftslehre im Landschaftsbau

Mit klarem Fokus auf nachhaltiges Wirtschaften verbindet sie betriebswirtschaftliche Kompetenz mit ökologischer Verantwortung – passgenau für die aktuellen Herausforderungen im Garten und Landschaftsbau. In der Lehre verankert Claudia Brunner im Studiengang Landschaftsbau und Management zentrale BWL-Kompetenzen und überführt sie in die Praxis: von Grundlagen über Controlling und Finanzierung bis hin zu Unternehmensstrategie und nachhaltigen Geschäftsmodellen. Auch in angrenzenden Fächern – etwa der Landschaftsarchitektur – bringt sie ihre Perspektiven ein.

Forschungsseitig arbeitet Claudia Brunner an der nachhaltigen Transformation von Unternehmen. Im Zentrum stehen NGO-Unternehmenspartnerschaften, Open- Innovation-Ansätze für „grüne“ Produkte sowie die Rolle von Aufsichtsräten in Transformationsprozessen. Ziel ist es, wirksame Managementinstrumente zu entwickeln, die ökologische Wirkung, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit zusammenbringen.

Geboren in Freising, studierte sie Betriebswirtschaft an der LMU München und Philosophie an der Hochschule für Philosophie. Nach der Promotion in Business Economics folgten Stationen in der Strategieberatung, in Wissenschaft und Hochschulmanagement; parallel beriet sie Unternehmen und NGOs zu Kooperationen und nachhaltiger Transformation. Von 2022 bis 2025 war sie Professorin für Betriebswirtschaftslehre, Innovations und Nachhaltigkeitsmanagement sowie Präsidentin an einer privaten Hochschule in München.

Gemeinsam mit Kolleg:innen plant Claudia Brunner, einen BWL-Lernpfad über die Semester aufzubauen – von der betriebswirtschaftlichen Basis bis zur praxisorientierten Umsetzung in Projekten. So werden Studierende gezielt auf Führungs-, Kalkulations- und Projektverantwortung im Landschaftsbau vorbereitet – fachlich fundiert, nachhaltig ausgerichtet und anschlussfähig an Praxis und Forschung.

Prof. Dr. Sebastian Knoll
Prof. Dr. Sebastian Knoll © HSWT

Prof. Dr. Sebastian Knoll

Seit Oktober 2025 lehrt Prof. Dr. Sebastian Knoll im Rahmen der Professur „Nachhaltiger Landschaftsbau“ die Grundlagen des Erd-, Wege- und Sportplatzbaus sowie der Entwässerungstechnik mit Schwerpunkt auf nachhaltigen und klimaresilienten Bauweisen. In der Lehre vermittelt Sebastian Knoll mechanische Bodeneigenschaften sowie Standard- und Sonderbauweisen und sensibilisiert für ressourcensparende, klimaresiliente Bauweisen. Die interdisziplinäre Struktur des Studiengangs Landschaftsbau hält er für entscheidend, um Studierende auf komplexer werdende Rahmenbedingungen in der grünen Branche vorzube-reiten. Als Praktiker legt er großen Wert darauf, die Vermittlung theoretischer Grundlagen um Übungen im Landschaftsbaulabor, auf Baustellen-Exkursionen und Betriebsbesichtigungen zu bereichern.

Sein besonderes Interesse gilt dem Miteinander von Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung, um Klimaanpassungsstrategien technisch fundiert umzusetzen. Seine Schwerpunkte liegen in der Vegetations- und Bautechnik, im Regenwassermanagement sowie in der Entwicklung von Bodenverwertungs- und Substratmanagementstrategien, die sich ökonomisch und ökologisch von Landschaftsbaubetrieben umsetzen lassen. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Schonung primärer Ressourcen durch die ortsnahe Nutzung von Sekundärrohstoffen wie Bodenaushub oder Recyclingmaterial.

Nach dem Studium der physischen Geographie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Umweltplanung und Ingenieurökologie an der TU München promovierte der gebürtige Münchner neben seiner Anstellung im Bodeninstitut von Johannes Prügl am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der TU München zur Verwendung von rezyklierten Gesteinskörnungen aus Abbruchmaßnahmen in Stadtbaumsubstraten für die blau-grüne Infrastruktur. Laufende Arbeiten befassen sich mit der Weiterentwicklung urbaner Pflanzräume und ihrer Abstimmung vegetationstechnischer, bautechnischer, umweltrechtlicher und wasserwirt-schaftlicher Anforderungen.

Florian Strauß
Florian Strauß © HSWT

Prof. Florian Strauß

Mit dem Sommersemester übernimmt Florian Strauß die Professur „Nachhaltigkeit, Entwurf und Konstruktion in der Landschaftsarchitektur“. Aus seiner Arbeit in Großprojekten sowie aus Gastprofessur und Lehraufträgen bringt Strauß umfassende Erfahrung in Lehre und Projektstudio mit. Die Professur richtet sich an Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau gleichermaßen – an Planende und Ausführende von morgen. Dabei ist ihm ein besonderes Anliegen, dass die Studierenden lernen, im Dialog auf Augenhöhe zu arbeiten, Zielkonflikte transparent zu machen und Lösungen zu entwickeln, die gestalterisch überzeugen und technisch verlässlich umsetzbar sind. Absolvenen der HSWT sollen integrativ und umsichtig entwerfen, konstruktiv sicher planen und verantwortungsbewusst bauen können. Dafür möchte sich Florian Strauß an der HSWT einsetzen.

Strauß kommt aus der Praxis. Nach der Berufsausbildung im Garten- und Landschaftsbau und mehreren Jahren als Baustellenleiter studierte er Landschaftsbau und -Management (Diplom, HSWT) sowie Landschaftsarchitektur (Master, TU München). Stationen bei Vogt Landschaftsarchitekten und bei Schweingruber Zulauf in Zürich schärften sein Verständnis für konzeptionelles Arbeiten, handwerkliche Präzision und robuste, ressourcenschonende Konstruktionen.

Seit der Gründung von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur (2015) leitet er das Büro in München als einer von fünf Partnern. In dieser Rolle war er in vielen Großprojekten in Deutschland und der Schweiz verantwortlich für die konzeptionelle und konstruktive Ausrichtung des Büros vom Wettbewerb bis zur Ausführung. Die Projekte sind vielfältig in Ort und Maßstab, sie haben aber eine gemeinsame Grammatik im spezifischen Ansatz, keine Objekte zu bauen, sondern sich in ein größeres, übergreifendes, landschaftliches Netzwerk einzubinden und damit einen Beitrag zu einer strukturellen Weiterentwicklung von Städten, Stadtteilen und Quartieren zu leisten.

Strauß greift dabei auf seine praktischen Kenntnisse aus Ausbildung und Baustellenpraxis zurück. Die Ansätze bleiben so nicht nur an der Oberfläche. In der Suche nach konkreten Lösungen im konstruktiven Detail entstehen spezifische, atmosphärische Projekte als gebaute Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit. Dabei gilt seine besondere Leidenschaft der Suche nach gestaltungsbasierten Lösungen für scheinbar Widersprüchliche Anforderungen aus Nutzungsdruck und Ressourcenschutz, Entsiegelung und Erschließung sowie Regenwasserrückhalt und Verfügbarkeit.

Gerade im Freiraum treten Zielkonflikte zwischen Klimaanpassung, Nutzungsanforderungen, technischen Rahmenbedingungen, Kosten und Betriebssicherheit besonders deutlich zutage. Daraus leitet Strauß anwendungsnahe Forschungsfragen ab, die Entwurf, Konstruktion und Realisierung enger verzahnen:

  • Einfach bauen im Freiraum: Wie gelingt trotz steigender Anforderungen „einfaches Bauen“ mit wenigen, nachvollziehbaren Komponenten und geringer technischer Abhängigkeit?
  • Umbauen als Regelfall: Welche Planungs-, Vergabe- und Bauprozesse ermöglichen Wiederverwendung und Recycling trotz knapper Flächen, Zeitdruck und Nachweispflichten?
  • Zielkonflikte produktiv gestalten: Wie können Planungsprozesse von standardisierten „Pflichtlösungen“ zu ortsspezifischen, atmosphärisch starken Entwürfen gelangen, die zugleich robust, baubar und langfristig betreibbar sind?

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