
Acer palmatum ‘Bi Hoo’
Farbige Rinde ist ein Hingucker in winterlichen Gärten und Parks. Sie überbrückt visuell die Zeit bis zu den ersten Frühblühern. Prof. Jonas Reif hat einen Fächerahorn gefunden, der genau das bietet.
von Jonas Reif erschienen am 12.02.2026Den März verbindende ich mit der Blüte von Forsythien und Narzissen. Doch je nach Witterungsverlauf kann es bis Ende des Monats dauern, bis deren farbenreicher Flor zur Geltung kommt. Und manch einer empfindet diese Farborgie dann auch schon wieder zu intensiv. Kräftig, in seiner Wirkung jedoch nicht übertrieben, leuchtet auch die gelbe Rinde des Fächerahorns ‘Bi hoo’ – und das nicht nur im März, sondern deutlich wahrnehmbar bereits ab November. Anders als bei vielen Hartriegel-Sorten bleibt die Farbintensität auch bei älterer Rinde bestehen.
Die Sorte entstand 1993 in Japan und wurde Anfang der 2000er Jahre in Europa eingeführt. Sie gehört sicherlich zu den spektakulärsten Auslesen, die in den letzten Jahrzehnten aus Ostasien zu uns kamen. Auch jenseits der Winterzeit vermag ‘Bi hoo’ im Garten zu überzeugen. Halbschattige Positionierung lässt das hellgrüne Laub im Sommer nicht nur besser wirken, sondern schützt auch vor Nekrosen an den Blatträndern. Die Herbstfärbung geht dann zwar nicht ganz so stark ins orangefarbene wie an einem vollsonnigen Standort, ist aber dennoch schön goldgelb.
Idealerweise ist der Boden humos und nicht zu trocken. Der Hintergrund sollte für eine optimale Wirkung von Laub und Rinde möglichst dunkel sein. Eiben bieten sich hierfür hervorragend an. Auf Schnitt sollte man möglichst verzichten – aufgrund des aufrechten, bis etwa 4 m hohen Wuchses ist dies auch kaum erforderlich.













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